VAREL

Antrag alternativ – Straßenumbenennung

Der Antrag der Grünen zur Umbenennung der Hindenburg bzw. Kommodore Bonte Straße ist wie jeder Antrag in der Demokratie zu diskutieren und zu entscheiden.

Aufgrund einer gemeinsamen Veranstaltung mit einigen Anwohnern stellen wir folgenden Antrag (den wir als alternativen Antrag verstehen)

Die Straßennamen zu ändern, entspricht derzeit nicht dem Anliegen vieler Anwohner insbesondere der Hindenburg Straße. Durch eine Namensänderung entsteht weiterhin ein Aufwand für die Anwohner der sicherlich zum Teil ausgeglichen werden kann, der aber auch Risiken und Mehrbelastungen insbesondere für die Geschäfte der Innenstand mit sich bringt.

Die Straßennamen einfach so zu belassen, wie sie derzeit sind, entspricht nicht der Chance die beiden Straßennamen kritisch auf den Prüfstand zu heben, ob sie noch gesellschaftlich getragen werden. Sowohl die Entscheidungen Hindenburgs, die zum Untergang der Demokratie beigetragen haben, als auch die Verwendung der Person Kommodore Bonte durch die NSDAP werden von uns kritisch gesehen.

Das Wichtigste für uns ist jedoch, dass an diesen Personen auch zukünftige Generationen „lernen“ können, welche Geschichte sie aufweisen und welche Punkte kritisch sind, daher möchten wir gerne eine offene Diskussion oder ein Verfahren in dem diese geschichtliche Perspektive entwickelt wird, sollte am Ende dieser offenen Diskussion der Vorschlag einer „kontextualisierenden Lösung„ stehen, also zum Beispiel eine Schautafel oder eine anderweitige geschichtliche Information ist es für uns in Ordnung.

Sollte in diesem Verfahren die Erkenntnis entstehen, das eine Umbenennung sinnvoller ist, tragen wir auch diese Entscheidung mit. Nur mit einem „es bleibt alles so wie es ist“ sind wir nicht einverstanden – den Straßennamen Hindenburg ohne deutlichen Hinweis auf seine Bedeutung für den Untergang der Demokratie zu belassen, sehen wir kritisch.

Wir beantragen daher eine offenes Verfahren umgesetzt als öffentliche Moderation der Verwaltung, oder einer Gruppe von Ratsvertretern oder des Heimatvereins bzw. Kulturverbunds und Einladung der betroffenen Anwohner mit dem Ziel innerhalb von ca. einem halben Jahr eine mehrheitlich getragene Vorgehensweise zu erarbeiten.

Für den SPD Ortsverein Varel

1. Vorsitzender

Sascha Biebricher